Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für die Software „Flachdach-Kalkulation“
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der webbasierten Software „Flachdach-Kalkulation“ (nachfolgend „Software“), erreichbar unter https://app.flachdach-kalkulation.de.
(2) Anbieter ist: Drilon Celiku, Hauptstr. 46, 88319 Aitrach, Deutschland, E-Mail: drilonceliku02@gmail.com (nachfolgend „Anbieter“).
(3) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend „Kunde“). Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
(4) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als Dienst über das Internet zur Verfügung (Software as a Service). Die Software unterstützt insbesondere das Aufmaß aus digitalen Plänen (PDF, DXF), die Abrechnung nach VOB/C, die Konfiguration des Dachaufbaus, Materiallisten, Kalkulation, Angebote, Auftragsbestätigungen und Rechnungen einschließlich E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) sowie Exporte (z. B. GAEB, DATEV).
(2) Der Funktionsumfang richtet sich nach dem bei Vertragsschluss gewählten Tarif gemäß der Preisübersicht. Der Anbieter entwickelt die Software weiter und darf sie ändern, soweit die vertraglich vereinbarten wesentlichen Funktionen erhalten bleiben.
(3) Eine Installation beim Kunden ist nicht erforderlich. Der Kunde benötigt einen aktuellen Webbrowser und einen Internetzugang; diese sind nicht Teil der Leistung.
§ 3 Ergebnisse der Software, Prüfpflicht des Kunden
(1) Die Software ist ein Hilfsmittel. Automatische Ergebnisse – insbesondere die Erkennung von Maßstab, Planangaben und Symbolen, Antworten der KI-Funktionen, Mengen, Gefälle-, Dämm- und U-Wert-Berechnungen, Windzonen, Materialbedarf und Preise – sind vom Kunden vor ihrer Verwendung gegenüber Dritten auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen.
(2) Die Software ersetzt keine Fachplanung (z. B. Wärmeschutz-, Standsicherheits- oder Windsognachweise eines Fachplaners) und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für den Inhalt seiner Angebote und Rechnungen, insbesondere Steuersätze, die Anwendung von § 13b UStG und Angaben nach § 35a EStG, ist der Kunde verantwortlich.
(3) Mitgelieferte Beispielpreise und technische Beispielwerte sind in der Software gekennzeichnet. Der Kunde ersetzt sie vor der Verwendung durch eigene, geprüfte Werte.
§ 4 Vertragsschluss und Testphase
(1) Die Darstellung der Software auf der Website ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde den Bestellvorgang mit Bestätigung dieser AGB abschließt und der Anbieter den Zugang freischaltet oder die Bestellung in Textform bestätigt.
(2) Sofern eine kostenlose Testphase angeboten wird, endet sie automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Ein kostenpflichtiger Vertrag entsteht nur durch eine ausdrückliche Bestellung.
(3) Vertragssprache ist Deutsch. Diese AGB sind jederzeit unter https://flachdach-kalkulation.de/agb.html abrufbar und können gespeichert oder ausgedruckt werden.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die bei Vertragsschluss in der Preisübersicht angegebenen Preise für den gewählten Tarif.
(2) Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet (Kleinunternehmerregelung).
(3) Die Vergütung ist für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd., Irland) mit den dort angebotenen Zahlungsarten.
(4) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach erfolgloser Mahnung mit einer Frist von 14 Tagen sperren. Die Daten des Kunden bleiben während der Sperre erhalten.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Er kann von beiden Seiten zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden; bei jährlicher Abrechnung zum Ende der Jahreslaufzeit.
(2) Die Kündigung erfolgt in Textform (z. B. E-Mail) oder über die dafür vorgesehene Funktion in der Software.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 7 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Software von 98 % im Jahresmittel. Davon ausgenommen sind angekündigte Wartungsarbeiten, die nach Möglichkeit außerhalb der Zeit von 7 bis 19 Uhr an Werktagen erfolgen, sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. Ausfälle des Internets oder höhere Gewalt).
(2) Der Anbieter sichert die Daten täglich. Die Sicherungen werden in Deutschland gespeichert.
§ 8 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und legt Benutzerzugänge nur für eigene Mitarbeiter an. Er informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet.
(2) Der Kunde lädt nur Pläne und Daten hoch, zu deren Verwendung er berechtigt ist. Er ist für die Inhalte, die er in die Software einstellt und mit ihr erzeugt, selbst verantwortlich.
(3) Untersagt sind Eingriffe in die Software, das Umgehen von Schutzmaßnahmen, automatisierte Massenabfragen und jede Nutzung, die den Betrieb für andere Kunden beeinträchtigt.
§ 9 Daten des Kunden, Aufbewahrung und Vertragsende
(1) Die vom Kunden eingestellten und erzeugten Daten bleiben die Daten des Kunden. Der Anbieter nutzt sie nur zur Erbringung der Leistung.
(2) Festgeschriebene Belege (Angebote, Auftragsbestätigungen, Rechnungen) werden unveränderbar mit Prüfsumme archiviert. Die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten (z. B. § 147 AO, § 14b UStG) obliegen weiterhin dem Kunden. Er sichert seine Belege vor Vertragsende über die Exportfunktionen (PDF, E-Rechnung, DATEV, CSV).
(3) Auf Anfrage innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden einen vollständigen Export seiner Daten zur Verfügung. Danach werden die Daten gelöscht. Datensicherungen werden im Rahmen der regulären Rotation spätestens nach acht Wochen überschrieben.
§ 10 Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (z. B. Daten von Bauherren und Kunden des Kunden), gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Er ist Bestandteil dieses Vertrags.
§ 11 KI-Funktionen
Die KI-Funktionen („Frag den Plan“, KI-Erkennung für gescannte Pläne) sind optional. Welche Daten dabei an den KI-Dienst übermittelt werden, beschreibt die Datenschutzerklärung. Ein Bild eines Plans wird nur übermittelt, wenn der Nutzer der KI-Erkennung im Einzelfall ausdrücklich zustimmt.
§ 12 Mängel
(1) Der Kunde meldet Mängel der Software unverzüglich unter Beschreibung des Fehlers an drilonceliku02@gmail.com. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist.
(2) Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 BGB), ist ausgeschlossen.
§ 13 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Für Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde Ergebnisse der Software entgegen § 3 nicht geprüft hat, haftet der Anbieter nur nach Absatz 1.
(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer Sicherung der Daten durch den Kunden (§ 9 Abs. 2) zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
§ 14 Änderungen der AGB und Preise
Der Anbieter teilt Änderungen dieser AGB oder der Preise mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Der Kunde kann der Änderung bis zum Wirksamwerden widersprechen oder den Vertrag zu diesem Zeitpunkt kündigen. Widerspricht er nicht, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung hin.
§ 15 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist der Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: Oktober 2026